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Die Betreuung (gerichtlich angeordnete Vertretung)

Altersverwirrte, behinderte und psychisch kranke Menschen sind oft nur in eingeschränkter Weise in der Lage, selbstverantwortlich zu handeln - sie benötigen eine kompetente Unterstützung.

Dafür sieht der Gesetzgeber eine gerichtlich angeordnete Vertretung vor - die Betreuung.

Auszug aus dem Gesetzestext § 1896 BGB:
"Kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Betreuungssgericht auf seinen Antrag oder von Amts wegen für Ihn einen Betreuer. ..."


Wer kann eine Betreuung veranlassen?

Jeder, der merkt, dass eine andere Person allein nicht mehr zurecht kommt, kann eine Anregung für eine Betreuung an das Betreuungsgericht geben. In vielen Fällen sind es Verwandte und vor allem Krankenhäuser.
Betroffene können auch selbst einen Antrag auf eine Betreuung stellen.


Wer entscheidet über die Notwendigkeit einer Betreuung?

Die Entscheidung, ob eine Betreuung eingerichtet wird, trifft der Richter beim Betreuungsgericht. Entscheidungsgrundlagen sind ein Sozialbericht der Betreuungsstelle, ein fachärztliches Gutachten sowie ein persönliches Gespräch.


Wann wird eine Betreuung eingerichtet?

Eine Betreuung wird für einen Erwachsenen, der die Angelegenheiten seines Lebensalltags ganz oder teilweise nicht mehr selbstständig erledigen kann, eingerichtet. Die Betreuung gilt als letztmögliche Maßnahme, wenn andere Hilfsmöglichkeiten (z.B. durch Verwandte oder Beratungsstellen) nicht mehr ausreichen. Auch eine privatrechtliche Vollmacht ist vorrangig.


Was umfasst eine Betreuung?

Der Umfang einer Betreuung richtet sich nach dem Grundsatz der Erforderlichkeit, d.h. der Betreuer erhält nur die Aufgabenkreise zugewiesen, für die der Betroffene Hilfe benötigt. Wesentliche Aufgabenkreise sind:

  • Aufenthaltsbestimmung einschließlich Unterbringungsangelegenheiten
  • Vermögenssorge
  • Gesundheitsfürsorge
  • Vertretung gegenüber Ämtern und Behörden


Wie lange dauert eine Betreuung?

Die Notwendigkeit einer Betreuung muss mindestens alle sieben Jahre überprüft werden. Sollte sich vorher zeigen, dass diese nicht mehr notwendig ist, kann sowohl der Betreute als auch der Betreuer darauf hinwirken, dass die Betreuung aufgehoben wird.


Wer kann Betreuer werden?

In den meisten Fällen werden Verwandte, Ehepartner zu ehrenamtlichen Betreuern bestellt. Das Gesetz schreibt den Vorrang der ehrenamtlichen vor der berufsmäßigen Betreuung vor. Sind keine Verwandten vorhanden oder können diese die Aufgabe nicht übernehmen, muss ein berufsmäßiger Betreuer bestellt werden. Das können selbstständige Betreuer sein oder Vereinsbetreuer, die bei einem der verschiedenen Wohlfahrtsverbänden angestellt sind.

Kontakt

  • Maria Seidnitzer
    Dipl.-Sozialpädagogin (FH)
    Leitung Betreuungsverein
    Karl-Bröger-Straße 9
    2. Stock, Zimmer 6
    90459
    Nürnberg
    0911 - 4506 0150
    0911 - 4506 0159
    maria.seidnitzer@awo-nbg.de
    Öffnungszeiten:
    Montag und Dienstag
    8:30 Uhr bis 12:00 Uhr
    13:00 Uhr bis 16:00 Uhr
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    13:00 Uhr bis 16:00 Uhr
    Donnerstag und Freitag
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