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Information und Beratung zur Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Jeder von uns kann von heute auf morgen durch einen Unfall oder eine Krankheit in die Lebenslage kommen, in der er Entscheidungen nicht mehr selbst treffen kann. Entgegen der weit verbreiteten Ansicht sind nahe Verwandte, Ehepartner nicht befugt, in wichtigen medizinischen, finanziellen oder anderen Fragen rechtsverbindlich für Sie zu handeln. Grundsätzlich kann Sie nur dann eine andere Person vertreten, wenn

  • diese vom Betreuungsgericht zu Ihrem Betreuer bestellt wurde oder
  • diese von Ihnen privatrechtlich bevollmächtigt wurde

Deshalb sorgen Sie vor:

  • Mit einer Betreuungsverfügung oder Vorsorgevollmacht können Sie festlegen, wer sie später einmal vertreten soll.
  • Mit einer Patientenverfügung bestimmen Sie für den Fall, dass Sie selbst nicht mehr einwilligen können, welche medizinischen Behandlungen Sie wünschen oder ablehnen. Seit 1.9.2009 gibt es eine gesetzliche Grundlage dazu, §1901a ff BGB.

Zu den gesetzlichen Aufgaben eines Betreuungsvereins gehört die planmäßige Information über Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.

Die Mitarbeiter der AWO tun dies, indem sie regelmäßig Vorträge zu dem Thema halten bzw. bei Anfragen auch persönliche Gespräche anbieten.

Wenn auch Sie Interesse an einem Vortrag haben, sei es, weil Sie daran teilnehmen möchten oder einen organisieren wollen, wenden Sie sich an die Mitarbeiter Jochen Schweizer oder Maria Seidnitzer.

Ausführliche Informationen und Vordrucke erhalten Sie auch durch die Broschüre "Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter durch Vollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung" herausgegeben vom Bayerischen Staatsministerium der Justiz im Verlag c. H. Beck, die im Buchhandel für ca. 4,00 € erhältlich ist und im Internet (Download über: www.verwaltung.bayern.de/Gesamtliste-.613.1928150/index.htm

abgerufen werden kann.

 


Die Betreuungsverfügung

Mit einer Betreuungsverfügung können Sie frühzeitig festlegen, wen Sie sich als Betreuer wünschen bzw. wer auf keinen Fall bestellt werden soll. Das Betreuungsgericht wird sich an Ihren Vorschlag halten, sofern nicht gravierende Gründe gegen eine Eignung der Person sprechen.

Auch können Sie in einer Betreuungsverfügung eigene Vorstellungen, Lebensgewohnheiten oder Wünsche festhalten, damit der Betreuer in Ihrem Sinne handeln kann.


Die Vorsorgevollmacht

Um ein gerichtliches Betreuungsverfahren zu verhindern, kann eine privatrechtliche Vollmacht erteilt werden. Vorraussetzung ist die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtsgeber. Er kann eine Person seines Vertrauens bevollmächtigen, ihn in einzelnen oder allen Rechtsgeschäften zu vertreten. Mit dem Original der Vollmacht kann dieser sofort handeln. 

Zu beachten ist, dass es in diesem Fall keine Kontrollinstanz gibt. Das Betreuungsgericht, das Betreuer regelmäßig kontrolliert, bleibt außen vor. Um so wichtiger ist, dass zwischen Vollmachtgeber und Bevollmächtigtem ein uneingeschränktes Vertrauen besteht bzw. der Bevollmächtigte bereit und geeignet ist, stellvertretend für den Vollmachtgeber zu handeln.

Empfehlenswert ist eine Beglaubigung oder eine notorielle Beurkundung (bei Immobilienbesitz unerlässlich) der Vollmacht. Sie können damit den Stellenwert der Vollmacht erhöhen. Eine Beglaubigung der Vollmachten können Sie bei den Betreuungsbehörden der Städte und Landkreise bekommen.

Kontakt

  • Maria Seidnitzer
    Dipl.-Sozialpädagogin (FH)
    Leitung Betreuungsverein
    Karl-Bröger-Straße 9
    2. Stock, Zimmer 6
    90459
    Nürnberg
    0911 - 4506 0150
    0911 - 4506 0159
    maria.seidnitzer@awo-nbg.de
    Öffnungszeiten:
    Montag und Dienstag
    8:30 Uhr bis 12:00 Uhr
    13:00 Uhr bis 16:00 Uhr
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    13:00 Uhr bis 16:00 Uhr
    Donnerstag und Freitag
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