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Die AWO Nürnberg im Prozess der Interkulturellen Öffnung

Am 10. Dezember 2009 - zu ihrem 90. Geburtstag - veröffentlichte die Arbeiterwohlfahrt in Berlin ein Buch mit dem Titel: "Was hält die Gesellschaft zusammen? - Zur Zukunft der sozialen Arbeit in Deutschland". An der Erarbeitung dieses Sozialberichts war die AWO Nürnberg - insbesondere zum Thema Migration - beteiligt.

Die unumstößlichen Grundwerte der AWO wie Chancengerechtigkeit und Teilhabe aller Bürger an unserer Gesellschaft haben gerade in Zeiten von Krisen Hochkonjunktur. Die zunehmende Spaltung zwischen Oben und Unten, zwischen Drinnen und Draußen, zwischen Wir und Ihr verlangt wirksame Konzepte zur Überwindung dieser fatalen Entwicklung. In diesem Zusammenhang ist die Bearbeitung des Themas Migration eine Querschnittsaufgabe, die sich auf alle Handlungsfelder des gesellschaftlichen Zusammenlebens bezieht.

Bereits im Jahr 2000 wurde auf der Bundeskonferenz der AWO die interkulturelle Öffnung als Auftrag an alle Gliederungen und Einrichtungen beschlossen. Begründung: "Die Arbeiterwohlfahrt versteht die Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft als eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Zukunftsaufgaben und ist davon überzeugt, dass Interkulturalität unserer sozialen Dienstleistungen ein zentrales Qualitätsmerkmal unserer Angebote, Maßnahmen und Projekte ist. Die Arbeiterwohlfahrt versteht diesen Prozess der interkulturellen Öffnung als wichtige Managementaufgabe der verschiedenen Gliederungsebenen".

Es geht darum, Zugehörigkeit zu organisieren; d.h. Zugangsbarrieren zu erkennen und abzubauen, Zugänge zu ermöglichen und zwar nicht für, sondern gemeinsam mit Migranten zu entwickeln und umzusetzen. Eine paternalistische Haltung wie "Wir wissen, welche Ihr Probleme habt und haben die Lösung dafür" ist nicht hilfreich. In Migrantenfragen Migranten fragen. Also ihre Wünsche berücksichtigen, nicht die Defizite, vielmehr die Potentiale erkennen und sie unterstützen, diese wirksam im Prozess der Inklusion einzusetzen. Nur so kann Teilhabe auf gleicher Augenhöhe ermöglicht und soziale Benachteiligung und Ausgrenzung verhindert werden. In einer Einwanderungsgesellschaft muss also interkulturelle Öffnung ein Handlungsprinzip von professioneller sozialer Arbeit sein.

Die im o.g. Sozialbericht beschriebenen Folgerungen für die sozialen Dienstleistungen und für das AWO Vereinsleben bestätigen den Weg der AWO Nürnberg, die sich vor rund vier Jahren aufgemacht hatte, den Verband noch mehr für Menschen mit Migrationsgeschichte zu öffnen. mehr...

Weitere Informationen zur Interkulturellen Öffnung

AWO-Leitbild (PDF, 84KB)
zum AWO Ortsverein Nürnberg International - Preisträger 2010 der Stiftung Demokratie und Toleranz

AWO InkuTra - Interkulturelle Trainings, Coaching und Beratung

AWO Kultursensible Altenpflege

AWO Ansicht 1.11 Magazin des AWO Bundesverbandes

"Datenbank Qualität der Wohlfahrtspflege"
der BAGFW

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